Über omauso
In jedem einzelnen Produkt steckt ein Funke Maggy, eine Prise Maus und ganz viel Liebe.
Das Team
Ich heiße Margaretha. Die meisten nennen mich Maggy.
Als Kind und Jugendliche bin ich oft umgezogen. Neue Orte, neue Schulen, neue Gesichter – und selten das Gefühl, irgendwo wirklich dazuzugehören. Während andere ihre beste Freundin hatten, ihren Wingman, ihre feste Konstante, hatte ich vor allem eines: viel Zeit allein. Und viel Langeweile. Ich beneidete die, die jemanden hatten, der einfach blieb.
Vielleicht habe ich deshalb früh angefangen, mir eigene Welten zu bauen.
Ich entdeckte meine Liebe zur Mathematik und zu den Naturwissenschaften. Zahlen waren ehrlich. Formeln erklärten Dinge. Systeme funktionierten – wenn man sie verstand. Leider war ich zu diesem Zeitpunkt auf einer Schule gelandet, mitten im tiefsten Dorf, sozialwissenschaftlicher Zweig, Hochdeutsch unerwünscht, Fremdsein inklusive. Ich versuchte jahrelang, interessanter zu werden, mich anzupassen, weniger aufzufallen – und blieb trotzdem ziemlich allein.
Vieles aus dieser Zeit erinnere ich nicht mehr. Nicht, weil es so lange her ist, sondern weil es schlicht zu schwer war.
Mit 16 kam das Pfeiffersche Drüsenfieber. Epstein-Barr-Virus. Sieben Jahre krank. Erschöpft, eingeschränkt, oft am Limit. Dass ich in dieser Zeit überhaupt mein Abitur geschafft habe, grenzt rückblickend an ein kleines Wunder. Aber eines war mir klar, seit der 10. Klasse:
Ich werde Maschinenbauingenieurin.
Kurz: Ich war ehrgeizig, verbissen, sozial ziemlich unbeholfen, dauerhaft müde und fest davon überzeugt, dass man sich Anerkennung irgendwie zusammenrechnen kann.
Ich habe Gas gegeben. Immer. Erst Diplom-Ingenieurin, dann Promotion zur Dr.-Ing. in Kunststoff- und Elektrotechnik. Ich mochte die Präzision, die Logik, das Konstruieren. Und doch war da immer dieser leise Gedanke im Hintergrund, der sich nie ganz abschütteln ließ: Eines Tages will ich etwas richtig Cooles erfinden. Etwas Eigenes. Etwas, das es so noch nicht gibt.
Und dann kam Maus.
Eine freche, süße, unglaublich lebendige Handpuppe. Mit tausend Ideen, mehr Energie als ich – und einer ziemlich klaren Meinung. Maus war keine Geschäftsidee. Maus war einfach da. Und irgendwie war sie genau das, was mir jahrelang gefehlt hatte.
Meine Wingwoman.
Meine beste Freundin.
Mein kreatives Alter Ego.
Ende 2019 kauften wir unseren ersten 3D-Drucker. Mit dem Wissen aus Maschinenbau, Konstruktion und Kunststofftechnik waren wir schneller tief drin, als wir selbst erwartet hatten. Erst individuelle Stempelmatten aus TPU. Dann Mondlampen für Babys im Freundeskreis. Dann ein Diodenlaser. Dann ein zweiter Drucker. Multimaterial. Mehr Ideen. Mehr Experimente. Und heute sind wir im stolzen Besitz eines riesigen Geräteparks auf über 30 qm Werkstattfläche!
Irgendwann stolperten wir in die Plüschie-Welt und die Community auf Instagram. Aus Neugier wurde Leidenschaft. Aus Leidenschaft eine Spezialisierung. Und aus einer ziemlich verrückten Handpuppe langsam das, was heute Maus Lab ist.
Ich glaube inzwischen, dass Maus nicht zufällig in mein Leben getreten ist.
Sie füllt eine Lücke, die sehr alt ist.
Seit Juli 2024 hat sich das Epstein-Barr-Virus reaktiviert. Ich habe ME/CFS. Viele Tage bin ich bettlägerig, phasenweise sitze ich im Rollstuhl. Ich habe eine fast absurde Angst vor Viren und Bakterien entwickelt und verbringe die meiste Zeit in der Werkstatt, weil das der sicherste Ort ist. Und ja, manchmal wird es dort wieder stiller, als mir lieb ist.
Aber ich habe gelernt, mit Stille zu arbeiten.
Maus Lab ist kein perfektes Start-up. Und ich bin keine perfekte Gründerin. Ich bin oft müde. Manchmal langsam. Manchmal vorsichtig. Aber ich baue Dinge, die Wärme haben. Figuren, die trösten. Wesen, die vielleicht genau das sind, was ich selbst früher gebraucht hätte.
Ich erfinde nicht, um groß zu werden.
Ich erfinde, um verbunden zu bleiben.
Mit mir.
Mit Maus.
Und mit den Menschen, die unsere handgefertigten Produkte irgendwann in den Händen halten.